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Von Hodler bis Struth

1. November 2019

„Epidermis – Conditio humana – Kosmos“ – So betitelt startet ab November die fünfte Präsentation aus der Sammlung der Hilti Art Foundation. Diese hat 2015 mit einem neuen Gebäude an das Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz angedockt und bietet seitdem Einblicke in den eigenen, etwa 200 Werke umfassenden Bestand.
Jetzt sind 33 Gemälde, Plastiken und Fotografien zu sehen, die von der Moderne bis zur Gegenwart reichen. Allerdings werden die Exponate von Kurator Uwe Wieczorek nicht chronologisch aufgefächert, sondern – wie das Motto schon erahnen lässt – unter drei thematischen Gesichtspunkten zusammengefasst.
Um die Haut, die Oberfläche von Malerei und Skulptur geht es in dem ersten Abschnitt „Epidermis“. Darin kommen zum Beispiel Plastiken von Lehmbruck und seinem weniger bekannten Zeitgenossen Rosso zur Aufstellung sowie Arbeiten der Arte Povera, von Manzoni und Fontana, also Künstlern, die sich in der Postmoderne ganz explizit mit der Materialität der Leinwand auseinandersetzen.
Im Bereich „Conditio humana“ werden dann – inhaltlich weit – Werke von Seurat, Picasso, Giacometti, von Miró und Klee präsentiert, die einzelne Aspekte aus den vielschichtigen Bedingungen des Menschseins herausgreifen.
Im Ausstellungssegment „Kosmos“ geht es schließlich um übergeordnete, natürliche Strukturen, die etwa in Landschaften von Hodler oder Richter aufscheinen, die heute aber – wie die Fotografie eines südkoreanischen Hafens von Struth zeigt – durch den Menschen bedroht sind.

kunst:art 70, November-Dezember 2019, Schweiz Spezial

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