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Als eingefleischter Donald-Duck-Fan fährt man nach Schwarzenbach in Oberfranken. Hier gibt es seit drei Jahren das Erika-Fuchs-Haus und daselbst eine waschechte Nachbildung von „Entenhausen“. Erika Fuchs (1906-2005) war mehrere Jahrzehnte lang die legendäre Übersetzerin von Mickey Mouse und Co. Mit ihrem klugen Sprachwitz prägte sie nicht nur die deutsche Comiclandschaft, sie ließ auch gern Topographisches aus ihrer Wahlheimat Schwarzenbach in die Übersetzung mit einfließen.
Nun sind im Erika-Fuchs-Haus neben wahr gewordenen Disney Cartoons auch „Die besten deutschen Comics“ in einer Sonderausstellung zu erleben. Ihre Urheber wurden im Mai 2018 auf dem Internationalen Comic-Salon in Erlangen mit dem renommierten Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet. Zum Beispiel Reinhard Kleist, der mit seiner Jonny-Cash-Story „I see a darkness“ berühmt wurde. Oder Ulli Lust, die ihr Liebesleben als Mittzwanzigerin in der Graphic Novel „Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein“ nachzeichnet. Außerdem gehört Sarah Burrini mit ihrem Online-Comic-Strip „Das Leben ist kein Ponyhof“ zu den Preisträgern – ebenso wie Ivar Menger, John Beckmann und Christopher Tauber, die für den ziemlich gruseligen Kinder-Comic „Die drei ??? – Das Dorf des Teufels“ verantwortlich zeichnen. Schließlich zählen auch die Anthologie „Paradies“ von Studenten der HBK sowie Oliver Mielkes und Hannes Radkes Bromantic Comedy „NiGuNeGu“ zu den „besten deutschen Comics“, die im Anschluss als Wanderausstellung auf Tournee gehen.

kunst:art Nr. 65, Januar-Februar 2019, Süden Spezial

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